Boden 6 in der Öffentlichkeit

Wie sich das Kunstatelier in der Öffentlichkeit etabliert und zum Begegnungsort für kreative Prozesse mit der Öffentlichkeit wird.

Das Atelier Boden 6 versteht sich nicht nur als ein Ort künstlerischen Schaffens, sondern auch als ein Raum der Teilhabe und des Austauschs. Dabei stehen gemeinsames Erleben und Vermitteln im Vordergrund und die Öffnung zur Öffentlichkeit. Neben Ausstellungen finden auch regelmäßig Workshops statt: Auch Kinder sind eingeladen, einen spielerischen und kreativen Zugang zur Kunst zu finden. Dabei wird auch deutlich: Neue künstlerische Ausdrucksformen – etwa im digitalen Raum – stoßen auf traditionelle Marktgrenzen.

Atelier trifft Öffentlichkeit: Ein Interview über die Einbindung der Öffentlichkeit im Kunstatelier Boden 6.

Wenn Zeichnen ein Dialog wird

Das gemeinsame Zeichnen steht im Mittelpunkt vieler Vermittlungsangebote im Atelier Boden 6. Um genau solche Begegnungen zu ermöglichen, bieten die Künstlerinnen regelmäßig Workshops für Jung und Alt an. Dabei engagieren sie sich nicht nur in eigenen Formaten, sondern sind auch Teil verschiedener Kunst- und Kulturprogramme in Hamburg. So beteiligt sich das Atelier Boden 6 etwa am bundesweiten Programm „Kultur macht stark“, das Kinder und Jugendliche mit erschwertem Zugang zu kultureller Bildung fördert. Auch mit anderen Künstler:innen gibt es enge Kooperationen – im Sinne eines offenen künstlerischen Dialogs. Ein weiteres Projekt ist der regelmäßig stattfindende Hamburger Architektur Sommer: Für dieses stadtweite Projekt, das alle 3 Jahre in Hamburg stattfindet, laufen bereits die Planungen. Auch das Atelier Boden 6 wird mit eigenen Beiträgen vertreten sein.

[Zeichenangebote] (…) bieten uns die Möglichkeit, uns zeichnerisch zu begegnen und zu verständigen. Und das können durchaus auch Kollegen sein, die einfach Lust an dem Machen haben.“

Iris Albrecht

Künstlerin im Boden 6

Anjas Perspektiven auf digitale Kunst – klicken Sie für mehr Details

Nicht nur online: Wo digitale Kunst ihren Raum findet

Digitale Technologien eröffnen Künstler:innen neue Möglichkeiten – in der Produktion, Präsentation und auch in der ästhetischen Gestaltung. Dass sich Kunst zunehmend in den digitalen Raum verlagert, verändert nicht nur Formate und Ausdrucksformen, sondern auch hat auch Auswirkungen auf Märkte, Institutionen und das Verhältnis zwischen Werk und Publikum. Mit diesen Veränderungen setzt sich die Künstlerin Anja vom Atelier Boden 6 auseinander. Sie arbeitet mit 3D-Scanning-Methoden und erschafft dadurch abstrakte und immersive Landschaften.
Doch der Verkauf dieser digitalen Arbeiten stellte sich als Herausforderung heraus. Anja versuchte zunächst, ihre Arbeiten über den NFT-Markt zu verkaufen. Jedoch sei der Hype um den NFT-Markt, wo sie anfänglich versucht hatte, Fuß zu fassen, mittlerweile abgeflacht. Die Mischung aus Plattform und Börse sowie die Verwendung von Krypto-Währung ist noch nicht im Alltag etabliert und mache es schwierig, digitale Kunst zu verkaufen. Im nächsten Schritt wandte sich Anja an Galerien. Das Interesse war vorhanden, allerdings zeigte sich auch hier: Digitale Kunst lässt sich nur schwer in rein digitaler Form verkaufen. Die Lösung darauf: Die digitalen Landschaften werden in Ausschnitten fotografiert und anschließend mit hochwertigem Pigmentdruck auf Fine-Art-Papier festgehalten. Die gedruckten Ausschnitte machen Anjas Werke zwar physisch greifbar – doch sie bleiben ein Kompromiss.

Aus dem Pixel in den Raum - Digitale Kunst zwischen Bildschirm und Galerie

Digitale Kunst ist längst mehr als nur ein Bildschirmphänomen – auch, wenn der Verkauf in rein digitaler Form noch herausfordernd bleibt. Neben ihren klassischen Ausstellungsformaten sindvirtuelle Installationen sehr gefragt – ein Feld, das Anja ebenfalls bedient. Diese geben beispielsweise Einblick in die Entstehung bestimmter Kunstwerke und machen für das Publikum erlebbar, in welchen visuellen Räumen sie sich bewegen. Gerade bei Galerien und Kunstvereinen wächst das Interesse an solchen Formaten – auch im Kontext zu Themen wie künstlicher Intelligenz und digitaler Bildproduktion.

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Boden 6 zur Pandemie-Zeit

Während der Covid19-Pandemie wurde versucht, ein Teil des Ateliers als temporären Projektraum zu öffnen und zu vermieten. So konnten Künstler:innen jeglicher Art den Raum für bspw. 40 Tage für ihre Zwecke nutzen. Auch heute ist für Iris ein wichtiger Impuls: den Raum nicht nur für die eigene Arbeit zu nutzen, sondern ihn auch für andere zu öffnen und gemeinsam künstlerische Ideen umzusetzen.

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