Bedeutung des Boden 6 für die Künstler:innen
Wie Boden 6 den künstlerischen Alltag prägt – zwischen Raum, Austausch und Inspiration.
Ein Raum mit Geschichte und Wirkung
Umgeben von Wasser, Speicherbauten und Stadtentwicklung; inmitten der Hamburger HafenCity, liegt das Atelier Boden 6. An einem Ort, an dem früher Lagergut verladen wurde, ist ein Raum für künstlerisches Arbeiten, Denken und Begegnungen entstanden.
Der industrielle Charakter des Gebäudes – rohe Wände, hohe Decken, massives Bauwerk – prägt nicht nur die Atmosphäre des Ateliers, sondern auch die Arbeiten der Künstler:innen.
Offen für Kunst - Wo Stadtentwicklung auf Atelier trifft
Das Atelier Boden 6 befindet sich in einem alten Speicher,der lange von einer industriellen Nutzung geprägt war. Als er 2008 nicht mehr unter Denkmalschutz gestellt und stattdessen zur Büronutzung freigegeben wurde, entwickelte sich das Gebäude zunehmend und zeichnet sich durch die vielseitige Nutzung der Mieter:innen aus.
Iris, die seit 1994 in einem Kontorhaus gearbeitet hatte, war auf der Suche nach einem neuen Atelier. Bei ihrer Suche fand sie dieses Gebäude und es entstand die Idee, einen künstlerischen Raum zu schaffen. Gemeinsam mit Arne Vedder entwickelte sie ein Konzept, das über das eigene Kunst-Schaffen hinausgeht: Ein Atelier mit halböffentlichem Raum, der Austausch und künstlerische Präsenz in einem Stadtteil verbindet, der größtenteils kommerziell geprägt ist.
Daraus ging der Verein Boden 6 – Raum für Arbeit an Kunst e.V. hervor. Durch regelmäßige Veranstaltungen, Ausstellungen, Workshops sowie die Teilnahme am Architektursommer sollte das Atelier in der Nachbarschaft wirken.
Heute besteht das Atelier Boden 6 aus sechs Raumflächen für individuelle Arbeitsplätze und einer zentralen Gemeinschaftsfläche, die auch für öffentliche Veranstaltungen genutzt wird.
In Raum und Form: Wie der Ort die Kunst prägt
Das Atelier Boden 6 ist mehr als nur ein Ort zum Arbeiten: Für die Künstlerinnen, die hier tätig sind, ist es ein Ort, der ihre Arbeitsweise prägt, fördert und herausfordert.
Anja lässt sich vor allem von der Umgebung des Ateliers inspirieren: Baustellen, Kaianlagen und die Hafenstrukturen der HafenCity bieten ihr Anregungen für ihre digitale Kunst. Mit 3D-Scanning-Methoden erstellt sie virtuelle Landschaftsaufnahmen und transformiert diese zu abstrakten, immersiven Bildwelten.
„Wir haben hier viel Luft über dem Kopf. Und das tut der Arbeit gut.“
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